Der Tag der deutschen Einheit war dieses Jahr für ein Schach-Event reserviert, bei dem sich der Rote Turm in den letzten Jahren konstant gut präsentiert hat: die Schnellschach-Oberliga in der Vierermannschaft. Natürlich wollten wir auch diesmal die Klasse halten und hatten dafür mit Stefan, Florian, Simon und Andreas durchaus eine schlagkräftige Mannschaft am Start.
Das größte Problem des Tages ergab sich gleich am Anfang: Die Mannschaftsaufstellung. Als Verein mit einer sehr homogenen Spielstärke ist das immer ein Problem, da viele andere Vereine vorne einen Titelträger aufbieten können und unser Spieler an Brett 1 sich dadurch quasi bereit erklärt, im Sinne der Mannschaft sein persönliches Ergebnis zu opfern. Letzlich übernahm Stefan diese Rolle, wofür wir ihm natürlich sehr dankbar sind. Die Zahlen bestätigen das Problem deutlich: Stefans Gegnerschnitt an Brett 1 lag bei etwa 2150, während die anderen drei Bretter alle nah beieinander mit einem Schnitt um die 2000 waren.
Das eigentliche Turnier begann dann direkt mit einem schweren Los, den wohlbekannten Schachfreunden aus Augsburg; Turnierfavoriten und uns auch aus dem Pokal wohlbekannt. Standesgemäß verloren wir mit 3-1 und ließen uns davon aber nicht entmutigen und es zeigte sich in der Folge, dass wir mit dem Rest des Feldes ganz gut mithalten konnten. In der Summe sprangen zwei Siege (gegen Kelheim und Bayerwald Regen/Zwiesel), zwei Niederlagen (neben den Augsburgern noch die Franken von Jäklechemie) und drei 2-2 Unentschieden (gegen Hof, Tarrasch und die Schachfreunde München) für die Mannschaft dabei heraus. Mit 7 Mannschafts- und 14 Brettpunkten waren wir also bei exakt 50% gelandet; in diesem Feld sicherlich ein brauchbares Ergebnis.
Tatsächlich wren wir am Ende sogar ganz nah an den Preisrängen, da es hinter den beiden klaren Siegerteams aus Augsburg und Grübenzell extrem knapp zuging: Heraus sprang am Ende Platz 8, auf den wir auch gesetzt waren, aber mit einem 3-1 anstatt einem 2-2 in der letzten Runde hätten wir es bis auf Platz drei geschafft. Fairerweise muss man aber auch zugeben, dass wir in der entscheidenden Runde gegen die Münchner Schachfreunde näher an einer Niederlage als an einem Sieg waren.
In der Summe lässt sich konstatieren, dass es auch diesmal ein schönes, gut organisiertes und angenehm zu spielendes Turnier war, bei dem wir hoffentlich noch oft teilnehmen dürfen. Und vielleicht klappt es ja in einem guten Jahr wirklich einmal mit einem Podiumsplatz. [SR]
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