2. Runde (Halbfinale) am 08.03.2026
Mannschaftspokal
Am sonnigen Wahltag ging es für die Erste nach Deisenhofen, wo wir um den Einzug ins Münchner Pokalfinale und damit die erneute Qualifikation zum bayerischen Mannschaftspokal spielten. Insgesamt waren wir favorisiert, aber natürlich muss man die Zahlen erstmal aufs Brett bringen. Dies gelang uns aber in der Summe gut und in keiner der vier Partien hatten wir echtes Verlustrisiko.
Als erster konnte Oliver seinen Spanier verwerten, wobei der Gegner das sehr scharfe Jänisch-Gambit spielte (3 ... f5) und dann aber selbst schon kurz darauf nicht weiterwusste. Oliver hatte klar bessere Entwicklung und gewann am Ende über eine Königsjagd: Matt auf dem Brett mit schwarzem König auf f4. Als nächstes folgte Jörg an Brett 1, der ebenfalls einen Spanier auf dem Brett hatte, in dem sein Gegner auf e4 schlug und dadurch in der Folge Zugeständnisse machen musste. Jörg gewann eine Qualität, lies sich auch vom entstehenden Gegenspiel durch Läuferpaar nicht aus der Ruhe bringen und sicherte uns damit bereits den Finaleinzug. Andreas konnte seine Schwarz-Stellung problemlos ausgleichen und nach beidseitigen Bauernvorstößen und vielen getauschten Figuren ergab sich ein Turmendspiel mit vier gegen vier Bauern -> Remis. Die längste Partie spielte Simon, dessen Gegner im Vorstoß-Franzosen zwei Bauern für aktives Spiel opferte. Simon fand nicht die optimalen Züge stand aber trotz komplexer Stellung immer mindestens ausgeglichen und konnte einen Mehrbauern sichern. Leider musste er in der Zeitnotphase den Übergang in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern zulassen und kurz darauf ebenfalls das Remis quittieren. In der Summe also ein sicheres 3-1, mit dem wir zufrieden sein können. Weiter geht es dann im Finale am 10. Mai. (Simon Ritzka)
| SF Deisenhofen | 1892 | SC Roter Turm Altstadt | 1975 | 1,0 - 3,0 | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Höller, Armin | 1960 | Günther, Jörg | 2011 | 0 - 1 |
| 2 | Schelle, Michael | 1943 | Ritzka, Simon | 2001 | 0,5 : 0,5 |
| 3 | Kümpers, Ulrich | 1894 | Beyerlein, Andreas | 1985 | 0,5 : 0,5 |
| 4 | Paul, Franz Xaver | 1769 | Beck, Oliver | 1904 | 0 - 1 |
Ligapokal
Agim hatte als Weißer an Brett 4 in einer schottischen Partie bald einen Bauern mehr. Es ergab sich ein Turmendspiel, das nach einem lehrbuchmäßigen Remis aussah, (weiße und schwarze noch wenig vorgerückte Bauern auf f-, g- und h-Linie, weißer a-Bauer noch nicht weit vorgerückt, weißer Turm vor dem Bauern), das Agim jedoch gewinnen konnte.1 : 0 für uns.
David hatte als Schwarzer an Brett 3 in einer sizilianischen Partie bald eine Qualität weniger für Initiative, verlor aber. 1 : 1
Es waren ungefähr zwei Stunden vergangen, und wir brauchten somit aus den noch laufenden Partien an den beiden vorderen Brettern entweder einen Sieg an Brett 1 oder, entsprechend den Pokalregeln, einen Sieg an Brett 2 und ein Remis an Brett 1.
Allerdings standen wir an beiden Brettern deutlich schlechter. Vanessa hatte in einer englischen Partie als Schwarze die Qualität für einen Bauern geopfert. Bald gingen jedoch weitere Bauern verloren und sie stand klar auf Verlust. Der Gegner kam jedoch mit Vanessas vorgerückten Bauern nicht zurecht und unterlag schließlich in bereits verlorener Stellung durch Zeitüberschreitung. 2 : 1 für uns.
Somit kam alles darauf an, ob Jakob an Brett 1 Remis würde halten können. Nachdem er als Weißer das Wolga-Gambit seines Gegners nachlässig behandelt hatte, waren zunächst der weiße a- und b-Bauer verloren gegangen, Schwarz hatte dabei den h-Bauern eingebüßt. Die schwarzen Figuren wurden sehr aktiv, was Weiß zwei weitere Bauern kostete, von denen er jedoch durch einen Trick im 40. Zug einen wieder zurückbekam. Schließlich hatte sich ein Endspiel weißer Läufer und g- und h-Bauer gegen schwarzer Springer und g-, f- und d-Bauern ergeben. Schwarz tauschte die g-Bauern, so daß Weiß mit seinem freien h-Bauern etwas Gegenspiel gegen die schwarzen Freibauern auf der d- und f- Linie bekam. Mittlerweile war dies die letzte laufende Partie. Schwarz verpasste schließlich eine gewinnbringende Abwicklung und es gelang Weiß, seinen Läufer für den d- Bauern zu opfern und mit seinem König den letzten schwarzen Bauern zu schlagen. Nachdem Schwarz schließlich noch seinen Springer für den letzten weißen Bauern gegeben hatte, standen im 77. Zug und nach etwa 4,5 Stunden Spielzeit nur noch die Könige auf dem Brett.
Endstand 2,5 : 1,5 für uns, Finale! (Jakob Hentze)
| SK München Südost | 1601 | SC Roter Turm Altstadt | 1823 | 1,5 - 2,5 | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Komarov, Jan | 1837 | Hentze, Hakob | 1836 | 0,5 - 0,5 |
| 2 | Brunner, Stefan | Bräuer, Vanessa | 1868 | 0 - 1 | |
| 3 | Robelly, David | 1816 | Nguyen, David | 1827 | 1 - 0 |
| 4 | Eulitz, Rolf | 1149 | Bullak, Agim | 1762 | 0 - 1 |
1. Runde (Viertelfinale) am 25.01.2026
Mannschaftspokal
Unsere Gegner aus Unterhaching hatten eine superstarke Mannschaft aufgeboten, mit der sie an allen Brettern außer Brett 3 die bessere DWZ-Wertung aufwiesen, und an just diesem Brett 3 hatten sie ein junges Supertalent aufgeboten, gegen das zu gewinnen in diesem Jahr wohl die allerletzte Chance bestand. Dennoch gewannen wir auch dank Caissas Unterstützung scheinbar deutlich , wobei wir genausogut hätten verlieren können.
Stefan ließ am Spitzenbrett nichts anbrennen und einigte sich mit seinem Gegner bald auf remis. Derweil hatte Jörg eine unangenehme Eröffnung vorbereitet, die er gegen seinen jugendlichen Gegner wohl zum ersten Mal aufs Brett brachte. Tatsächlich gewann er erst die Qualität und dann die Partie. Peter zog es wie Stefan mit den schwarzen Steinen vor, in ein Remis einzuwilligen.
Nun durfte Christian seine Partie nicht verlieren, ansonsten hätte bei einem 2:2 Endstand das vordere Gewinnbrett zu unseren Ungunsten entschieden. Tatsächlich entdeckte sein Gegner bei der folgenden Analyse mehrere Gewinnwege, die aber bei begrenzter Bedenkzeit nicht einfach zu sehen waren. Am Ende, als die Partie auf dem Brett tatsächlich bereits remis war, gewann Christian sogar noch durch Zeitüberschreitung. Ein außerst glücklicher Sieg!
| SC Roter Turm Altstadt | 2043 | SC Unterhaching | 2050 | 3,0 - 1,0 | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Krämer, Stefan | 2063 | Jacob, Tobias | 2077 | 0,5 : 0,5 |
| 2 | Parsch, Christian | 2063 | Kessler, Jan | 2174 | 1 - 0 |
| 3 | Günther, Jörg | 2011 | Ranganathan, Aadith | 1922 | 1 - 0 |
| 4 | Bohnhoff, Peter | 1999 | Demir, Bilal | 2027 | 0,5 : 0,5 |
Ligapokal
Im Gegensatz zur letzten Saison haben wir heuer auch mit einer Mannschaft im Ligapokal mitgespielt. Dabei machten wir unserer Favoritenstellung gegen die SF München alle Ehre, allerdings sieht das Ergebnis klarer aus, als es war.
Agim übersah nach dem Übergang ins Endspiel eine Springergabel, die ihn eine Qualität kostete. Es gelang ihm, aber, mit dem Läuferpaar ausreichend Angriffschancen gegen den gegnerischen König zu entwickeln. was am Ende sogar zum Sieg ausreichte. Derweil hatte Oliver seinen Turm etwas optimistisch auf die h-Linie mit vager Aussicht auf Königsangriff manövriert und konnte kurz darauf eben dadurch ein zweizügiges Matt drohen, das sein Gegner nur unter Damenverlust hätte abwehren können. Dieser ließ sich aber das Matt zeigen. Damit stand bereits fest, dass wirr das Halbfinale erreicht hatten.
Jakob gab, nachdem die als einzige Offiziere verbliebenen ungleichfarbigen Läufer keine Gewinnversuche mehr zuließen, tatsächlich Remis, und Werner gewann ein Springerendspiel, in dem sein Gegner übertrieben auf Gewinn spielte und König und Springer zu weit vom Damenflügel entfernte, durch undeckbare Eroberung des letzten verbliebenen gegnerischen Damenflügelbauern mit seinem eigenen Springer, worauf ein Freibauer auf der a-Linie entstand, der die Partie rasch entschied.
| SC Roter Turm Altstadt | 1817 | SF München 1 | 1685 | 3,5 - 0,5 | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Beck, Oliver | 1904 | Radeljic-Rakic, Zdravko | 1888 | 1 - 0 |
| 2 | Hentze, Hakob | 1836 | Gupta, Saksham | 1674 | 0,5 : 0,5 |
| 3 | Bullak, Agim | 1762 | Straub, Jochen | 1665 | 1 - 0 |
| 4 | Karrer, Werner | 1764 | Helfer, Marcus | 1511 | 1 - 0 |
Nächste Termine:
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